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16.12.2015 | Giegold, Rosemarie
Kriegsgräberfürsorge? – Was steht dahinter:
Alljährlich im November klingeln  die Soldaten an der Tür, um eine Spende für die Kriegsgräberfürsorge zu bitten. Wir zücken zwar pflichtschuldig unsere Geldbörse, wer aber weiß eigentlich Bescheid, was hinter diesem Begriff steht?
Die Damen der Frauen-Union und deren interessierte Gäste aber wollten es endlich wissen und luden Herrn Droste ein, um sich über dessen ehrenamtliche Arbeit informieren zu lassen.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) wurde am
16. Dezember 1919 gegründet und ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit humanitärem Auftrag. Er erhält und betreut Gräber der Opfer von Krieg und Ge-waltherrschaft im Ausland. Er pflegt die Gräber von über 2,6 Millionen Kriegstoten des Ersten und Zweiten Weltkriegs auf 832 Friedhöfen in 45 Ländern. Ein Zusatz-abkommen zum Genfer Abkommen sichert das dauernde Ruherecht der Kriegsto-ten.

Sitz des Volksbundes ist seit 1951 Kassel.
Im Mai 1951 verlegte der Volksbund seinen Sitz von Nienburg nach Kassel. Im Jahr 1952 wurde das „Gesetz über die Sorge für Kriegsgräber“ vom Bundestag verab-schiedet. Für Kriegsgräber im Ausland ist seitdem der Volksbund zuständig, die Kriegsgräber im Inland werden aus öffentlichen Mitteln unterhalten. Auch diese Kriegstoten haben dauerndes Ruherecht.
Der Volksbund finanziert sich und seine Arbeit überwiegend aus Mitgliedsbeiträ-gen, Spenden und Sammlungen. Der Rest sind finanzielle Zuweisungen von Bund und Bundesländern.

Der Umbettungsdienst bringt Kriegstote aus den Ursprungsgrablagen und bettet sie um auf Sammelfriedhöfe in Osteuropa, Deutschland und Westeuropa. Seit 1991 hat der Volksbund 796.053 Kriegstote auf 82 Kriegsgräberstätten umgebettet.

Im Jahre 2005 wurde die „Virtuelle Spurensuche“ gestartet, damit können die Toten der Weltkriege gefunden und deren Schicksale recherchiert werden. Vielen Ange-hörigen wurde damit geholfen.
Angehörige der Bundeswehr und Reservisten helfen freiwillig bei Straßensamm-lungen, Arbeiten an den Kriegsgräberstätten und bei dem Transport der Workcamp-teilnehmer.

In Workcamps (Jugendlagern) in Deutschland sowie in Workcamps in West- und Osteuropa mit Teilnehmern aus vielen Ländern werden deutsche Kriegsgräberstät-ten, Kriegsgräberstätten anderer Nationen und KZ-Gedenkstätten im Sinne der in-ternationalen Jugendbegegnung instand gesetzt. Ferner werden Seminare zur his-torisch-politischen Bildung gehalten und Jugendgruppenleiter ausgebildet.

Der Organisation solcher Workcamps, an denen auch Frauen teilnehmen können, hat sich Herr Droste zu Aufgabe gemacht. Die Anmeldung erfolgt im Herbst, dann werden auch die Orte festgelegt, denn die Länder verpflichten sich, die Kriegsgräber weiter zu betreuen. Für 2016 sind Workcamps in Frankreich, Italien und Lettland geplant.

Sein Engagement und seine Begeisterung für diese gute, vor allem für die Jugend sehr wichtige Sache, sind spürbar und Jürgen Droste galt an diesem nicht nur inte-ressanten, vor allem aber sehr bewegenden Abend die Achtung und Bewunderung aller Anwesenden.
aktualisiert von Andreas Lueddecke, 16.12.2015, 18:04 Uhr

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