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25.02.2015 | Michael J. Wagner
Pressemitteilung: 25.02.2015 „Eine gute Lösung für unsere Sportvereine“
Vietz erfreut über Ausnahmeregelungen beim Mindestlohn
„Mit großer Freude und Erleichterung“ hat der Hamelner Bundestagsabgeordnete Michael Vietz den Kompromiss aufgenommen, der bezüglich der Umsetzung des Mindestlohngesetzes in Sportvereinen gefunden wurde. Demnach fallen die zahlreichen Vertragsspieler nicht mehr unter den Mindestlohn, selbst wenn diese von ihren Vereinen bei der Minijob-Zentrale angemeldet wurden.
Michael Vietz MdB
Berlin -

Dieses Ergebnis haben am Montag dieser Woche Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sowie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei einem Spitzengespräch mit Arbeitsministerin Andrea Nahles erreicht. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat dabei zugestimmt, dass der Zoll künftig Vertragsspieler nicht mehr kontrolliert. „Über diese Lösung freue ich mich sehr, stellt sie doch eine praxistaugliche Regelung dar, die der Situation in vielen Vereinen gerecht wird“, erklärte Vietz daraufhin.

 

Bei Vertragsspielern handele es sich nicht um ein klassisches Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis. Vielmehr ist es die Absicht der Vereine, die Spieler insoweit an die Vereine zu binden, dass sie nicht in der Winterpause zu einem anderen Club wechseln. Reich werde man bei einem solchen Vertragsverhältnis nicht, sind hier doch in der Regel Beträge um die 250-300 Euro im Spiel. Deshalb sei eine Ausnahmeregelung in diesem Fall durchaus gerechtfertigt.

 

Bei anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten, für die in Vereinen Aufwandsentschädigung oder Auslagenersatz gezahlt wird, gilt das Mindestlohngesetzt dann nicht, wenn die ehrenamtliche Tätigkeit im Mittelpunkt steht und nicht der Erhalt der finanziellen Geldleistung. In den Fällen, in denen diese Ehrenamtlichen bei der Minijob-Zentrale angemeldet sind, empfehlen das Arbeitsministerium und die Sportverbände, dieses rückgängig zu machen. Dann gilt auch für diesen Personenkreis das Mindestlohngesetz nicht.
 

„In der letzten Legislaturperiode wurde die steuerfreie Übungsleiterpauschale auf 200 Euro pro Monat und die ebenfalls steuerfreie Ehrenamtspauschale auf 60 Euro heraufgesetzt“, merkte Vietz an.

 

Mit diesem Kompromiss werde nicht nur Rechtssicherheit für die Vereine geschaffen. Vor allem werden ihnen dadurch umfangreiche Dokumentationspflichten erspart, die zu einem großen belastenden Bürokratieaufwand im Ehrenamt geführt hätten.



Zusatzinformationen
aktualisiert von Andreas Lueddecke, 16.11.2017, 16:55 Uhr
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