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09.11.2015 | CDU Kreisverband Holzminden
Großer Zuspruch für CDU Bürgerforum in Lauenförde
Gut besucht war das erste Bürgerforum der CDU im schönen Ambiente des Stuhlmuseums der Firma Tecta in Lauenförde. „Der Bedarf über die Zukunft der eigenen Gemeinde zu diskutieren, an der Entwicklung neuer Ideen mitzuwirken, ist enorm“, freut sich der CDU Kreisvorsitzende Dr. Thomas Hagemann. Die Themen Infrastruktur und Ärzteversorgung berühre ganz offensichtlich die Menschen in dieser Region.
Lauenförde - Die unmittelbare Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen stellt Lauenförde vor besondere Herausforderungen. Deshalb war es sinnvoll, dass mit Hubertus Fehring und Uwe Schünemann beide Landtage aus Düsseldorf und Hannover vertreten waren. So ist der Landesbetrieb Straßenbau Paderborn für die Ortsumgehungen entlang der B83 und das Landesamt für Straßenbau Hameln für den innerörtlichen Verkehr und die Landestraße L550  verantwortlich. „Erforderlich ist aber ein Verkehrskonzept aus einem Guss“, stellt Uwe Schünemann fest. Selbstverständlich müsse mit Nachdruck die Realisierung der Ortsumgehungen Bad Karlshafen/Herstelle und besonders Beverungen/Lauenförde eingefordert werden. Die Maßnahmen hätten aber unmittelbaren Einfluss auf die Verkehrsbelastungen im Ort. Bis zum heutigen Tage gäbe es noch keine Untersuchung und kein Konzept, das darauf ausreichend reagiert. Dabei empfehle bereits das Gutachten aus dem Jahr 2007 eine entsprechende Untersuchung.

„Es kann nicht angehen, dass sich aufgrund unkoordinierter Planung der Verkehr der gesamten Region aus den dann gut ausgebauten „Zubringern“ mitten in den Ort ergießt, weil einfach das letzte Teilstück für die Ortsumgehung Lauenförde fehlt. Es hat sich einfach niemand gekümmert“, so die Anmerkung von Edith Götz vom Ortsverband der CDU.
Seit 2007 habe sich zudem die Verkehrssituation im Ort deutlich verändert: neben der Mautflucht habe auch der Ausbau der B 241 zu höherem Durchgangsverkehr mit hohem LKW-Anteil geführt, was leider auch von der Lauenförder Ratsmehrheit ignoriert werde.

Die erste Forderung des Bürgerforums lautet daher: „Wir brauchen ein aktuelles Verkehrsgutachten mit einer Prognose für die Auswirkungen der OU Bad Karlshafen/Herstelle, der OU Godelheim/Ottbergen/Amelunxen sowie der OU Beverungen/Lauenförde auf den innerörtlichen Verkehr.

Der Zustand der L550 auf der Strecke nach Fürstenberg aber vor allem im Ort wurde heftig kritisiert. So beschwerten sich die Anlieger der Straße über den durch den schadhaften Belag verursachten zusätzlichen Lärm und die Erschütterungen. Deshalb fordert das Bürgerforum, dass eine entsprechende Instandsetzung umgehend vorgenommen wird. Der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann hat darauf bereits mit einem Brief an das Landesamt für Straßenbau reagiert, in dem er für 2016 die Sanierung des innerörtlichen Streckenabschnitts einfordert.

Die Bedeutung des Bahnhofes für Lauenförde wird vielfach unterschätzt. Mit der Beifahranlage in Ottbergen werde das Angebot bereits zum Jahresende optimiert. Allerdings sei das Erscheinungsbild des Bahnhofes stark verbesserungsbedürftig. Zudem engagiere sich auch CDU Mitglied Wolfgang Heidebrecht als Kreisvorsitzender des Behindertenverbandes VDK gemeinsam mit interessierten Bürgern für einen barrierefreien Ausbau. Leider konnte der Bahnhof Lauenförde vom aktuellen Investitionsprogramm des Bundes nicht profitieren, da eine rechtzeitige Bewerbung seitens der politischen Mehrheit versäumt bzw. von dieser für nicht notwendig erachtet wurde. Das Bürgerforum regt daher die Ausarbeitung eigener Vorschläge und deren Abstimmung mit den zuständigen Stellen der Deutschen Bahn an.

Mit dem zweiten Thema „Hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum“ beschäftigt sich die Mittelstandsvereinigung Holzminden bereits seit Jahren. Mittlerweile wurde eine Gesellschaft „Gesundes Weserbergland“ gegründet und eine durch die MIT initiierte und der CDU Landtagsfraktion mitfinanzierte Masterarbeit von Studenten der HAWK geschrieben. Die Ergebnisse stellte Dr. Ernst-Wilhelm Scharffetter eindringlich vor. Das Fazit ist alarmierend: Der Landkreis stehe vor einer Herkulesaufgabe: Steigende Nachfrage nach hausärztlicher Versorgung einerseits, drohende Überalterung der derzeit tätigen Hausärzte und ein Trend zu sinkender Niederlassungsbereitschaft der Mediziner im ländlichen Raum andererseits. Darauf müsse mit einem innovativen Versorgungsmodell reagiert werden. Es werde nicht gelingen, für jede Hausarztpraxis in der Gemeinde einen Nachfolger zu gewinnen. Deshalb seien vier oder fünf „Medizinische Versorgungszentren“ im Landkreis Holzminden denkbar.

Hier könnten verschiedene Fachrichtungen aber auch Sozial- und Pflegedienste angeboten werden. Ein einheitliches Management der Zentren könne dafür sorgen, dass sich die Ärzte auf die medizinische Versorgung konzentrieren könnten. Insbesondere jungen Ärzten würde so ein hohes Investitionsrisiko genommen werden. Flexiblere Arbeitszeiten seien vor allem für die wachsende Zahl von Ärztinnen und den wichtiger werdenden Wunsch nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf interessant. Entscheidend aber sei, dass den Patienten damit eine hohe Qualität der ärztlichen Versorgung wohnortnah erhalten bleibe. Sprechzeiten direkt im Ort und Zeit für Hausbesuche könnten bei diesem Modell besser organisiert werden.

Der Kreisvorsitzende Dr. Thomas Hagemann und der Ortsverbandsvorsitzende Helmut Heyer bedankten sich bei den Referenten aber besonders bei den zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürgern. Mit vielen Anregungen und konkreten Forderungen klang dieses rundherum gelungene erste „CDU Bürgerforum“ auch als Impuls für den Ortsverband, bei dem weitere neue Mitglieder begrüßt werden konnten, in geselliger Runde bei selbstgemachten Snacks und Getränken als Auftakt für weitere Veranstaltungen dieser Reihe aus.


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aktualisiert von Andreas Lueddecke, 21.12.2015, 11:54 Uhr
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